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Freitag, 16. Mai 2008

Ahlan wa sahlan!

Heee! Endlich hab ich ein Internet gefunden und auch Zeit, etwas zu schreiben.
Ich bin bereits in Damaskus. Follow the women habe ich gestern erfolgreich beendet. Es war ein grossartiges Erlebnis, obwohl es wahnsinnig anstrengend war. Das Radeln nicht so sehr, aber wir waren den ganzen Tag ueber ausgebucht mit Kulturellen Willkommensveranstaltungen und Willkommensreden, Abendessen, wieder kuluturelle Vorfuehrungen etc.
Es gibt so viel zu erzaehlen, dass ich gar nicht weiss wo anfangen. Die zwei Wochen kommen mir vor wie zwei Monate, so vollgepackt mit Erlebnissen war die Zeit.
Ich geh jetzt mal chronoglogisch vor. Jeden Tag eine neue Geschichte. Heute: Libanon.

Libanon:
Schon in Prag habe ich das Team aus Estland (Andrea du kennst die ja) getroffen, vier sehr nette maedels. das hat mir das mulimige Gefuehl etwas genommen, das sich in meine Magengegend schlich. Die Einreise war ueberhaupt kein Problem. Die libanesischen OrganisatorInnen haben uns schon vor der Passkontrolle erwartet und alles fuer uns gecheckt. Ich war beeindruckt. Am naechsten Tag hatte ich noch frei, weil der Rest der Truppe erst am Anreisen war. Das daenische Team war auch schon da und wir liefen 4 Stunden lang durch Beirut. Beirut ist ganz und gar nicht orientalisch. Alles ist sehr europaeisch dort und am Abend waren wir dann auch in einer spanischen Tappas Bar und tranken libanesischen Wein. Ich haette sonstwo in Italien oder Spanien sein koennen. Beirut ist nicht besonders schoen aber sehr interessant. An die Panzer und die Soldaten mit Maschinengewehren hab ich mich ueberraschend schnell gewoehnt. Es war alles sehr ruhig dort und ich fuehlte mich sicher. Ich fuehlte mich nur einmal unwohl und zwar als wir den von der Hizbollah besetzten Platz in Beirut besichtigten. Da habe ich wirklich gespuert, wie nahe der Buergerkrieg noch ist. Die Spannung lag in der Luft, das konnte ich spueren. Daher hab ich auch ziemlich bald das Weite gesucht.
Am Zweiten Tag sind wir nach Bakleen, in die Berge. Als wir im Dorf ankamen, wartete die erste Willkommensfeier auf uns. Eine Gruppe Dabka Taenzer erwarteten uns. Es war sehr ueberwaeltigend, dass sich alle so ueber unser kommen freuten. Von nun an, sollte uns in jedem Dorf eine solche Feier erwarten. Nach 3 Ansprachen, einem kleinen Snack und dem Warten in der Kloschlange stiegen wir das erste Mal auf unsere Raeder. Es ging groestenteils abwaerts (aber nicht nur!) richtung mehr. Mir machte es Spass, die ueberraschten Gesicher der Leute, Frauen, Maenner Kinder zu sehen und alle winkten uns und riefen uns immer wieder ein freudnlcihes sahlan! (willkommen!) entgegen. Beim Zwischenstopp bekamen wir Blumen, Getraenke, Kekse und eine Friedenstaube wurde entlassen.
Am Abend bekamen wir ein SUPER Abendessen in einem Restaurant mit Meeresblick. Veronika (die von FM4) und Ich rauchten eine Argileh, also Wasserpfeife. Wir taten uns beim Rauchen etwas schwer, aber der Apfeltabak war super.
Am naechsten Tag gings dann ins Libanon-Gebirge. Und ich kann mich gerade gar nicht mehr erinnern wie das war. Sehr windig glaub ich und trocken. Auf jeden Fall, der Abend war der Hammer: Wir wurden von einem Parteichef zum Abendessen eingeladen in ein Luxusresort sondergleichen. Das Buffet war ein Wahnsinn (ich habe Fotos nur kann ich die hier nicht laden). Ich fuelte mich nicht sehr wohl in meiner Haut, da ich am Nachmittag erst in einem palestinaensischen Refugee Camp war, wo die Leute in bitterer Armut leben. Dies war mein erster Kulturschock. Diese Abivalenz wird mich nun waehrend der ganzen Follow the Women Reise begleiten. Fuer wen machen wir das? Wer profitier wirklich davon?
Am letzten Tag gings in den Bekaa. Wunderschoene Landschaft! Das Radlen war sehr anstrengen weil das Gebirge raufgeradelt sind. Nichts zu spueren weit und Breit von der Spannung, die sich dort zwei Tage nach unsere Aufenthalt mit Bomben und Schuessen entladen hat.

Und ab gings Richtung Syrien.

Das ist nur grob der Rahmen, damit ihr wisst, was ich dort gemacht habe. Meine Gedanken und Gefuehle werde ich nach und nach hier aufarbeiten. Und da habe ich noch eine Menge vor mir!
Das soll fuers erste reichen. Ich bin so hungrig und muss jetzt mal auf Essensjagt gehen! Ausserdem ist die Klimaanlage hier mehr als laestig!

Bleibt dran, es geht bald weiter hier! ich hab hier sogar Skype im Internetcafe!

Bis bald aus DAmaskus!

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